Der Portabel-Betrieb – oft synonym als Fieldday bezeichnet – ist das Abenteuer des CB-Funks. Er beschreibt den Betrieb der Funkanlage abseits der festen Station, typischerweise von einem mobilen oder temporär eingerichteten Standort aus. Der Fieldday-Betrieb ist nicht nur ein aufregendes Hobby-Event, sondern auch die perfekte Übung für Notfallsituationen.
In dieser Rubrik erhalten Sie detaillierte Anleitungen, wie Sie Ihre mobile Funkstation optimal einrichten: von der Wahl des Standorts über die Autarke Stromversorgung bis hin zur Installation effektiver Portabel-Antennen.
Der wichtigste Faktor für den Portabel-Erfolg ist die Wahl des Standorts, da die Reichweite der 27-MHz-Welle stark von der Umgebung beeinflusst wird.
Höhe ist alles: Suchen Sie nach erhöhten Standorten wie Bergen, Hügeln, Aussichtstürmen oder Hochhäusern. Von dort aus wird die lokale Reichweite (Bodenwelle) um ein Vielfaches gesteigert, und die Wahrscheinlichkeit für Sporadic E oder F2-DX steigt drastisch.
Freie Sicht: Achten Sie darauf, dass die Sicht in die Hauptfunkrichtungen möglichst unverstellt ist (keine Bäume, Gebäude oder Felsen in unmittelbarer Nähe der Antenne).
Geringes Rauschen (QRM): Meiden Sie Industriegebiete, Stromleitungen und dicht besiedelte Orte, da diese oft starke elektrische Störungen (QRM) verursachen. Naturstandorte bieten in der Regel die beste Rauschfreiheit.
Ein Fieldday ist nur so lange erfolgreich, wie die Stromversorgung hält.
Akkus und Batterien: Wir erklären die Vor- und Nachteile verschiedener Akku-Typen (Blei-Gel, LiFePO4 oder herkömmliche Autobatterien) und wie Sie die benötigte Kapazität für Ihren geplanten Funkbetrieb berechnen.
Solarenergie und Generatoren: Tipps zum Einsatz kleiner, faltbarer Solarmodule zur Pufferung oder zum Einsatz von leisen, mobilen Stromgeneratoren für längere Einsätze.
Kabelmanagement: Sorgen Sie für wasserdichte und sichere Kabelverbindungen, um Kurzschlüsse oder Schäden im Feld zu vermeiden.
Die Antenne muss effizient, aber schnell und einfach aufzubauen sein.
Vertikale Antennen: Einfache Groundplane-Antennen oder ¼-Lambda-Strahler sind leicht, schnell aufzubauen und benötigen nur einen einzigen Aufhängepunkt (z.B. an einem Teleskopmast oder einem Baum).
Dipole und Drahtantennen: Halbwellen-Dipole sind sehr effizient, müssen jedoch gespannt werden. Sie eignen sich gut für SSB-DX und können oft leicht über Bäume gehängt oder an Fiberglass-Masten montiert werden.
SWR-Anpassung: Führen Sie auch im Feldbetrieb immer eine SWR-Messung durch, um sicherzustellen, dass die Antenne optimal an das Gerät angepasst ist und die maximale Leistung abgestrahlt wird.
Packlisten: Eine Checkliste für die wichtigsten Gegenstände (Funkgerät, Antenne, Kabel, Power, Logbuch, Werkzeug, Regenschutz).
Sicherheit: Denken Sie an die Blitzschutzvorkehrungen (Antenne bei Gewitter schnell erden oder demontieren) und die mechanische Stabilität des Antennenmastes.
Der Portabel-Betrieb bringt die pure Freude am Funk zurück und lehrt Sie, mit minimalen Mitteln die besten Resultate zu erzielen. Raus aus der Funkbude, rein in die Natur!